• Pia Buchholz

Akzeptanz, Zufriedenheit, Glück - Leben?

Aktualisiert: 2. Okt. 2021

Was ist Glück eigentlich und kann man es finden? Ist es für manche einfach ein gegebener Zustand oder doch eine aktive Entscheidung? Wie viel trägst du selbst zu deinem eigenen Glück bei?

Was ist Glück überhaupt? Und wann bist du glücklich?


Tja. Wenn ich mit einem Blog anfange, dann richtig! Deshalb habe ich gleich mal eine der größten philosophischen Fragen ausgepackt, die es für mich gibt. Zumindest eine, die sich jeder für sich beantworten kann. Hast du sie dir schonmal gestellt ?!


Glück ist etwas, was meinen Alltag zum Strahlen bringt. Und allem vorab: JA, ich bin glücklich. Jeden Tag. Es ist mein natürlicher Zustand. Jedoch auch ein Zustand, den ich aktiv in mein Leben integriere und einlade.


Ich habe diese Frage schon häufiger mit unterschiedlichen Personen in meinem Leben besprochen. Ein guter Freund von mir hat auf sie folgendes geantwortet:


"Ich würde meinen normalen, "guten" Gefühlszustand als Zufrieden beschreiben. Glück empfinde ich erst, wenn ich alles erreicht habe, was ich mir vorgenommen habe. (Entspricht einem schlankeren, durchtrainierteren Körper, einem Gehalt ab 50.000€ im Jahr mit einem unbefristeten Vertrag, ein Haus ... ) Und jetzt gerade bin ich mit dem Zufrieden, was ich schon erreicht habe."


Was sagst du spontan zu dieser Aussage? Kannst du dich in ihr wiederfinden?


Für mich ist der letzte Satz am schönsten. Ich bin zufrieden mit dem, was ich schon erreicht habe. Es spiegelt die Dankbarkeit für das Vorhandene wieder.


Ich persönlich habe auch sehr lange Zeit auf diese Weise über Glück als Belohnung gedacht. Unser aller Leben wird durch Limits und Grenzen definiert. Diese sind gesellschaftlich erforderlich, damit es Belohnung für die Erfolgreichen und Bestrafung für die Versagenden gibt. Und es ist etwas schönes sich ein Ziel zu setzen und sich mit dem Glücksgefühl belohnen zu dürfen, wenn man es erreicht hat. Das ist "Gerechtigkeit" - oder?! Wer Leistung bringt darf Glück empfinden.


Die Frage ist: wie leicht sind diese Maßstäbe zu erreichen? Und wie glücklich macht sie? Denn Ziele sind relativ. Die noch wichtigere Frage ist daher: wie erreichbar sind deine eigenen Ziele? Hängen sie so hoch, dass du sie selbst prinzipiell gar nicht erreichen kannst?

Vielleicht hängt Glück für den Ein oder Anderen von euch auch mit einer "Idealvorstellung" zusammen. Das Bild von deinem perfekten Tag. Und alles, was nicht in dieses Bild passt, und vielleicht sogar täglich passiert, setzt die Skala herab. Deine persönliche "heute ist mein Glückstag- Skala".


Manchmal frage ich mich, ob all diese Grenzen Wege sind, damit wir uns selbst nicht belohnen müssen. Hängt nicht all das Vermeiden von Glück und unser Drang zum Perfektionismus unmittelbar mit der Gnade und Selbstliebe zusammen, die wir uns selbst entgegenbringen? Wie Wertvoll erscheinst du dir selbst? Wie viel Wert misst du dir und deinem Leben bei?


Wie viel Glück gestehst du dir selbst zu?


Was auch immer deine Antworten auf diese Fragen sind und wer auch immer du sein magst. Lass dir von mir von Herzen gesagt sein: DU bist wertvoll, DU darfst gnädig mit dir sein und DU hast es verdient jeden Tag Glück zu empfinden.


Gerade, wenn du jemand bist der auch an einer Krankheit leidet, ist das hier besonders wichtig für dich: Eine Erkrankung macht dich weder schwächer, noch kaputt, noch unvollkommen. Du bist toll so wie du bist. Mit allem, was dazugehört. Die Akzeptanz deiner Selbst schafft in dieser Hinsicht die Basis für dein eigenes Glück.


Wie sich Glück zeigt ist bei jedem Menschen anders. Wie fühlt es sich für dich an? Wo in deinem Körper spürst du es? Bei mir ist es dieses zarte Kribbeln in der Brust knapp unterhalb meines Zwerchfells. Es ist ein beruhigendes, warmes Gefühl, das sich strahlenförmig in meinen Bauch und Körper ausbreitet. Es ist die Gewissheit, dass alles gut ist, so wie es gerade ist.


Hiermit meine ich die Grundsubstanz meines Lebens. Die Basis sozusagen. Für mich machen das einige Punkte in ihrer Summe aus. Am Wichtigsten sind die Menschen in meinem Umfeld: meine Familie, mein Freund, meine Katzen und viele tolle Freunde. Alle bereichern mein Leben auf ihre ganz eigene Art. Hinzu kommt wie ich finde wirklicher Luxus: wir haben eine super schöne Wohnung, kaufen gesundes Essen, können uns Ausflüge, Kleidung und Urlaube leisten. Einige Lebensziele durfte ich auch schon erreichen, zum Beispiel meinen Bachelor. Und dann gibt es die kleinen Momente an jedem einzelnen Tag: mein Körper steht jeden morgen auf, ich kann Joggen gehen und Yoga machen, das Kuscheln mit den Katzen, Sofaabende mit meinem Freund, eine heiße Badewanne.

Ich atme.

Ich darf LEBEN.

Und das auf so wunderschöne Weise.



Erlaube dir selbst glücklich zu sein. Probier es einfach mal aus.

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